Umzug und Festhochamt zum Schützenfest

Grau in grau und regnerisch präsentierte sich das Wetter am Schützenfestsonntag in Clarholz. Davon ließ sich unsere Schützenbruderschaft Clarholz-Heerde aber nicht beeinflussen, denn lediglich das Schützenfesthochamt wurde in die Kirche verlegt. Mit einem Antreten, Marsch, Kranzniederlegung und Platzkonzert zelebrierten die Heerder Schützen endlich wieder ein Mini-Schützenfest im Freien. Rund 200 Schützenschwestern und –brüder hatten sich frühmorgens zum Antreten in Pastors Garten eingefunden. Mit Raphael Tigges (MdL) als Gast, Bürgermeister Marco Diethelm, Ehrenbrudermeister Karl-Heinz Grundmann, Altbürgermeister Gottfried Pavenstädt und Ortsvorsteher Franz-Josef Tegelkamp marschierte die Schützenbruderschaft unter musikalischer Begleitung unseres Heerder Spielmannszuges zum Kirchplatz, um die Kranzniederlegung mit der Totenehrung durchzuführen. Die Gedenkrede am Ehrenmal hielt Hauptmann Nicolai Guhdra vom Bundeswehr-Kreisverbindungs-kommando Kreis Gütersloh, der über acht Monate das Gesundheitsamt des Kreises Gütersloh im Rahmen der Corona-Kontaktverfolgung unterstützt hatte. Er erinnerte in seiner Ansprache an die Opfer von Krieg und Gewalt, aber auch aus aktuellem Anlass an die gefallenen Soldaten der Bundeswehr im Afghanistan-Einsatz.
Präses Pastor Josef Kemper und Militärpfarrer Georg Ischler zelebrierten anschließend die Schützenmesse. Sie konnten neben den Schützen die aktuellen Throngesellschaften der Jung- und Altschützen und die diesjährige Silberkönigin, Ulrike Loermann, willkommen heißen. Für die musikalische Begleitung der Schützenmesse sorgte traditionell der CVJM Posaunenchor Rheda-Wiedenbrück.

Nach dem Festhochamt schloss sich ein Platzkonzert des Spielmannszuges an. Zuvor begrüßte Brudermeister Lars Rugge die zahlreichen Schützen, Ehrengäste und Besucher auf dem Kirchplatz. Er bedankte sich für die gute Teilnahme und gab seiner Freude Ausdruck, endlich wieder zumindest im ganz kleinen Rahmen den Schützenfestsonntag begehen zu können. Der Silberjubilarin Ulrike Loermann überreichte er einen Blumenstrauß. Die Fahnenschwenker unserer Bruderschaft zeigten anschließend unter Applaus der Anwesenden mit einem neu einstudierten Stück ihr Können. Den Ausklang auf dem Kirchplatz bildete ein kurzer Frühschoppen im Freien. 

Das zweite Jahr in Folge ohne traditionelles Schützenfest ist schon etwas Besonderes und so wünschte Brudermeister Lars Rugge allen vielleicht auch bei vielen kleinen privaten Schützenfesten im Garten weiterhin einen schönen Schützenfest-Sonntag. In der Hoffnung auf ein normales Schützenfest im nächsten Jahr stimmte er ein kräftiges „Horrido“ an.

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